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Geld abheben in den USA: 3 bis 7 Dollar — außer bei diesen vier Automaten

Zuletzt aktualisiert am 12. September 2026

In den USA verlangen die meisten Automaten 3 bis 3,75 Dollar pro Abhebung, im Supermarkt und an der Tankstelle bis zu 6,95 Dollar. Vier Anbieter nehmen nichts — und für Kunden der Deutschen Bank ist Bank of America komplett gebührenfrei, weil beide zur selben Automaten-Allianz gehören. Wer weiß, welchen Automaten er sucht, spart auf einer dreiwöchigen Reise schnell 30 bis 50 Dollar.

Die Automaten ohne Gebühr

AnbieterGebühr für ausländische KartenMax. pro Abhebung
Bank of America0 $ für Karten der Global ATM Alliance (in Deutschland: Deutsche Bank)
4 $ für alle anderen
500 $
Capitol Credit Union0 $400 $
PenFed Credit Union0 $ für bestimmte US-Credit-Union-Karten
4 $ für alle anderen
1.000 $
Bank of Hawaii0 $ oder 5,20 $ je nach Kartentyp1.000 $

Stand 12.09.2026. Grundlage ist der POVNOMAD-Gebührendatensatz (ATM Fee Saver, Stand 01.09.2026). Die Größenordnung wurde am 12.09.2026 gegengeprüft: Bankrate beziffert den durchschnittlichen Automatenaufschlag in den USA auf rund 3,20 unabhängige Reiseratgeber nennen für ausländische Karten 3 bis 8 1 Die Werte je Anbieter stammen aus der Einzelquelle. Auch die Mitgliedschaft von Deutsche Bank und Bank of America in der Global ATM Alliance wurde für 2026 bestätigt. Prüfe die Gebührenanzeige am Automaten — US-Betreiber müssen sie vor der Bestätigung einblenden.

Die Global ATM Alliance ist ein Verbund von Banken, die sich gegenseitig die Automatengebühr erlassen. Für deutsche Reisende ist die Deutsche Bank das relevante Mitglied; ihre Karten heben bei Bank of America ohne Betreibergebühr ab. Das Fremdwährungsentgelt der eigenen Bank bleibt davon unberührt.

Was die übrigen Automaten kosten

AnbieterGebührMax. pro Abhebung
Citibank, Capital One, Truist, Banco Popular, Oriental Bank3,00 $500 – 1.000 $
Chase3,50 $200 – 1.000 $ (je nach Automatenbestand)
Citizens Bank3,00 – 3,50 $500 $
Wells Fargo3,50 – 5,00 $max. 40 Scheine
PNC3,75 $400 – 800 $
TD Bank3,00 – 6,95 $5.000 $ am Tag
M&T Bank3,50 $ an eigenen Filialautomaten
6,95 $ im Supermarkt und an der Tankstelle
200 $
Travelex6,95 $nur 100 $

Stand 01.09.2026, Quelle wie oben. Auf den Amerikanischen Jungferninseln liegen die Gebühren bei 2,50 bis 6,50 $ mit Limits um 200 $; auf Guam und Hawaii bei Bank of Guam, BankPacific und First Hawaiian bei 5 $.

Zwei Fallen stechen heraus. Travelex steht an Flughäfen, verlangt 6,95 Dollar und lässt nur 100 Dollar pro Vorgang zu — das sind rund sieben Prozent. Und M&T verdoppelt seine Gebühr, sobald der Automat nicht in einer Filiale, sondern im Supermarkt oder an der Tankstelle steht.

Die Regel daraus: Bankautomaten in Filialen, keine freistehenden Geräte in Läden. Automaten in Convenience Stores, Bars, Hotellobbys und Tankstellen sind fast immer die teuerste Variante.

Was am amerikanischen Geldautomaten zu drücken ist

Der Ablauf unterscheidet sich vom deutschen, und zwei Bildschirme führen regelmäßig zu Fehlern.

  1. „Please select transaction“ — wähle Withdrawal. Balance Inquiry ist die Kontostandsabfrage, die bei manchen Anbietern ebenfalls Gebühren kostet.
  2. „Select account: Checking / Savings / Credit“ — das ist der Bildschirm, an dem deutsche Karten scheitern. Mit einer Debit- oder Girocard wähle Checking. Mit einer Kreditkarte wähle Credit; das ist dann allerdings ein Bargeldvorschuss, für den viele deutsche Emittenten sofort Zinsen berechnen. Savings funktioniert mit ausländischen Karten praktisch nie.
  3. Betrag wählen. Die Vorschläge sind in Dollar-Schritten, meist bis zum Limit des Automaten.
  4. Gebührenhinweis: „This ATM charges a fee of $3.00. Do you accept?“ — US-Betreiber müssen die Gebühr vor der Bestätigung anzeigen. Hier siehst du also schwarz auf weiß, was der Automat nimmt, und kannst noch abbrechen.
  5. Währungsfrage: Bietet der Automat an, in Euro abzurechnen, lehne ab — Continue in USD oder Decline Conversion. Der Kurs des Automaten ist schlechter als der deiner Bank.

Weil die Gebühr angezeigt werden muss, hast du in den USA einen Vorteil gegenüber vielen anderen Ländern: Du erfährst den Betrag, bevor du zustimmst. Nutze das — bei 6,95 Dollar lohnt der Abbruch und der Weg zur nächsten Bankfiliale.

Warum das Limit über deine Kosten entscheidet

Die US-Gebühr ist ein fester Betrag pro Vorgang, nicht ein Prozentsatz. Damit bestimmt das Limit, wie oft du zahlst.

Ein Rechenbeispiel für 1.000 Dollar Bargeldbedarf: Bei Travelex mit 100 Dollar Limit sind das zehn Abhebungen à 6,95 Dollar, also 69,50 Dollar Gebühr. Bei Capital One mit 1.000 Dollar Limit ist es eine Abhebung für 3 Dollar. Und bei Bank of America mit Deutsche-Bank-Karte wären es zwei Abhebungen zu je 0 Dollar.

Der Unterschied zwischen dem schlechtesten und dem besten Weg liegt bei denselben 1.000 Dollar also bei rund 70 Dollar.

Mit Sparkasse, DKB oder Deutscher Bank

Die Dollarbeträge oben sind die Gebühr des amerikanischen Betreibers. Was deine eigene Bank berechnet, kommt hinzu: üblicherweise ein Auslandseinsatzentgelt von rund 1,75 bis 2,2 Prozent des Betrags, bei manchen Instituten zusätzlich eine Pauschale.

Die eine Konstellation, die sich konkret lohnt: Deutsche-Bank-Karte an Bank-of-America-Automaten. Über die Global ATM Alliance entfällt dort die Betreibergebühr von 4 Dollar. Das Fremdwährungsentgelt der Deutschen Bank fällt trotzdem an — die Ersparnis liegt bei der Automatengebühr, nicht beim Umrechnungskurs.

Konditionen einzelner deutscher Institute nennen wir hier bewusst nicht; sie ändern sich häufig. Im Preis- und Leistungsverzeichnis deiner Bank stehen die zwei relevanten Zahlen: Fremdwährungsentgelt in Prozent und feste Gebühr pro Abhebung.

Girocard in den USA: unzuverlässig

Deutsche Girocards funktionieren an US-Automaten nur eingeschränkt und werden von vielen Betreibern gar nicht akzeptiert. Nimm eine Kreditkarte als Hauptweg mit — Visa und Mastercard werden praktisch überall angenommen.

Für Kartenzahlungen gilt in den USA ohnehin: Karte schlägt Bargeld. Restaurants, Tankstellen, Museen und selbst Foodtrucks akzeptieren meist kontaktlos. Bargeld brauchst du für Trinkgeld in bar, kleine Läden, manche Taxis und Automaten.

Am Automaten online sein

Zwei Dinge brauchen in den USA eine Datenverbindung: die Push-Freigabe deiner Bank, ohne die viele Karten die Transaktion ablehnen, und die Kontrolle in der Banking-App, ob der Betrag korrekt abgebucht wurde.

Eine USA-eSIM von POVNOMAD gibt es ab 2,50 €. Du installierst sie zu Hause per QR-Code, die Laufzeit startet beim ersten Einbuchen in den USA. Bei den Unlimited-Tarifen ist der Hotspot ohne Aufpreis dabei, bis zur Tagesgrenze; danach läuft die Verbindung mit 1 Mbit/s weiter.

Warum diese eine Taste so teuer ist und wie sie auf jedem Bildschirm heißt, steht im Artikel Mit oder ohne Umrechnung? — dort sind die Automaten-Bildschirme nachgebaut.

Häufige Fragen

Was kostet Geld abheben in den USA?

Bei den meisten Banken 3,00 bis 3,75 Dollar pro Abhebung — Citibank, Capital One und Truist nehmen 3,00 $, Chase 3,50 $, PNC 3,75 $. Teurer wird es bei Automaten im Supermarkt oder an der Tankstelle: M&T verlangt dort 6,95 $ statt 3,50 $, Travelex an Flughäfen ebenfalls 6,95 $. Vier Anbieter nehmen nichts, darunter Bank of America für Karten der Global ATM Alliance. Stand 01.09.2026.

Wo kann ich in den USA kostenlos Geld abheben?

Bei Bank of America mit einer Karte der Global ATM Alliance — in Deutschland ist das die Deutsche Bank. Ohne Alliance-Karte kostet es dort 4 $. Ebenfalls gebührenfrei sind Capitol Credit Union (Limit 400 $), PenFed Credit Union für bestimmte Karten und Bank of Hawaii je nach Kartentyp. Das Fremdwährungsentgelt deiner eigenen Bank fällt in allen Fällen zusätzlich an.

Was muss ich am amerikanischen Geldautomaten drücken?

Wähle zuerst Withdrawal. Beim Bildschirm „Select account“ nimm Checking, wenn du eine Debit- oder Girocard nutzt, und Credit bei einer Kreditkarte — Savings funktioniert mit ausländischen Karten nicht. Danach zeigt der Automat die Gebühr an; das ist in den USA vorgeschrieben, und du kannst dort noch abbrechen. Bietet er eine Abrechnung in Euro an, lehne ab und wähle „Continue in USD“.

Wie viel kann ich in den USA pro Abhebung ziehen?

Zwischen 100 und 1.000 Dollar, je nach Anbieter. Capital One, PenFed und Bank of Hawaii erlauben 1.000 $, Bank of America und Citibank 500 $, PNC 400 bis 800 $, M&T nur 200 $ und Travelex lediglich 100 $. Weil die Gebühr pro Vorgang anfällt, ist ein hohes Limit bares Geld wert: 1.000 $ kosten bei Travelex rund 70 $ Gebühr, bei Capital One 3 $.

Was heißt „withdrawal“ am Geldautomaten?

„Withdrawal“ ist die Bargeldauszahlung — das ist der Punkt, den du wählst. „Balance Inquiry“ ist die Kontostandsabfrage, die bei manchen Betreibern ebenfalls Gebühren auslöst, „Transfer“ eine Umbuchung zwischen Konten, die mit ausländischen Karten nicht funktioniert. „Surcharge“ bezeichnet die Gebühr des Automatenbetreibers.

Funktioniert meine EC-Karte in den USA?

Nur eingeschränkt. Deutsche Girocards werden von vielen US-Automaten nicht akzeptiert. Nimm eine Visa- oder Mastercard-Kreditkarte als Hauptweg mit; sie funktioniert praktisch überall. Prüfe vorher im Online-Banking, ob der Auslandseinsatz freigeschaltet ist.

Visa oder Mastercard — welche Karte ist in den USA günstiger?

Für die Automatengebühr macht es keinen Unterschied: US-Betreiber berechnen einen festen Dollarbetrag unabhängig vom Kartennetzwerk. Der Unterschied entsteht bei deiner eigenen Bank — dort entscheiden Fremdwährungsentgelt und Umrechnungskurs. Anders als etwa in Thailand, wo Visa und Mastercard unterschiedlich hohe Automatengebühren auslösen.

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