Zuletzt aktualisiert am 12. September 2026
Über Bali kursiert eine Zahl, die so nicht stimmt: dass BCA-Automaten fünf Prozent Gebühr nehmen. Das tun sie nicht. BCA verlangt für ausländische Karten keine eigene Gebühr — die fünf Prozent entstehen an einer ganz anderen Stelle, und du entscheidest selbst, ob du sie zahlst. Diesen Unterschied zu kennen, spart auf einer Bali-Reise mehr als die Wahl der Bank.
Die gebührenfreien Automaten
| Bank | Gebühr | Max. pro Abhebung | Zu beachten |
|---|---|---|---|
| BCA | 0 Rp | 1,25 – 2,5 Mio. Rp | Umrechnung ablehnen · Aufkleber „Rp 100.000″ am Automaten heißt höheres Limit · Tageslimit 15 Mio. |
| Danamon | 0 Rp | 1 – 2 Mio. Rp | Limit hängt am Bargeldbestand |
| UOB | 0 Rp | 1,5 Mio. Rp | — |
| Maybank | 0 Rp für bestimmte Karten | 1,5 – 3 Mio. Rp | bei anderen Kartentypen fällt eine Gebühr an |
| Common Wealth | 0 oder 20.000 Rp | bis Kartenlimit | je nach Kartentyp |
| BTN | 0 oder 30.000 Rp | 2,5 Mio. Rp | je nach Kartentyp |
| HSBC | 0 oder 30.000 Rp | 3 Mio. Rp | je nach Kartentyp |
| BNI | 0 oder 100.000 Rp | 2,5 Mio. Rp | hängt vom Standort des Automaten ab |
Stand 12.09.2026 aus dem POVNOMAD-Gebührendatensatz (ATM Fee Saver, Stand 01.09.2026), nicht je Bank durch eine Zweitquelle bestätigt. Deutschsprachige Ratgeber nennen übereinstimmend BCA, BNI und Maybank als günstige Adressen, führen jedoch teilweise auch Mandiri als gebührenfrei — was unseren Daten widerspricht (siehe unten). Die Anzeige am Automaten gilt.
BCA und Danamon sind die beiden verlässlichsten Adressen. Beide verlangen laut unseren Daten unabhängig vom Kartentyp nichts, während bei BNI, BTN, HSBC und Common Wealth die Gebühr von der Karte oder vom Standort abhängt.
Woher die „5 Prozent BCA-Gebühr“ wirklich kommt
Die Zahl ist nicht erfunden, sie ist nur falsch zugeordnet. BCA-Automaten bieten wie fast alle indonesischen Geräte an, den Betrag gleich in Euro abzurechnen — mit einem eigenen Wechselkurs. Unser Datensatz beziffert diesen Aufschlag bei BCA auf 5 bis 10 Prozent, bei Mandiri auf 5 Prozent.
Das ist keine Gebühr des Automaten, sondern der Aufschlag aus der Währungsumrechnung. Der entscheidende Unterschied: Eine Gebühr musst du zahlen, die Umrechnung kannst du ablehnen.
Auf dem Bildschirm erscheint dazu eine Frage wie „With conversion“ gegen „Without conversion“ oder „Decline conversion“. Wähle immer die Variante ohne Umrechnung, also in Rupiah. Deine eigene Bank rechnet dann zum Visa- oder Mastercard-Kurs um, und der ist deutlich besser. Ausführlich steht das im Artikel Mit oder ohne Umrechnung?.
Wer das einmal verstanden hat, hebt auf Bali tatsächlich gebührenfrei ab. Wer zustimmt, zahlt bei 2,5 Millionen Rupiah rund 8 bis 16 Euro zu viel — und schreibt hinterher in ein Forum, BCA nehme fünf Prozent.
Die kostenpflichtigen Automaten
| Bank | Gebühr | Max. pro Abhebung |
|---|---|---|
| BRI | 30.000 Rp | 1 Mio. Rp |
| Mandiri | 50.000 Rp | 1,25 – 2,5 Mio. Rp |
| BTPN | 50.000 oder 100.000 Rp | 1,25 – 2,5 Mio. Rp |
| Permata Bank | 65.000 Rp | 3 Mio. Rp (Tageslimit 10 Mio.) |
| CIMB | 6,5 %, mindestens 75.000 Rp | 3 Mio. Rp |
Stand 12.09.2026, Quelle wie oben. Abweichung zur Zweitquelle: Mehrere deutschsprachige Ratgeber führen Mandiri als gebührenfrei oder sehr günstig; unser Datensatz nennt 50.000 Rupiah. Wir können den Widerspruch nicht auflösen — prüfe die Anzeige am Automaten.
CIMB ist der einzige Anbieter mit prozentualer Gebühr und damit bei größeren Beträgen der teuerste: Bei drei Millionen Rupiah sind 6,5 Prozent rund 195.000 Rupiah, während BCA nichts nimmt.
Der Aufkleber am Automaten verrät das Limit
Ein Detail, das auf Bali praktisch hilft und kaum irgendwo steht: Indonesische Automaten tragen häufig einen Aufkleber mit einer Scheingröße, und der sagt dir, wie viel du abheben kannst.
- „Rp 100.000″ am Automaten: Das Gerät gibt 100.000er-Scheine aus, das Limit liegt entsprechend höher — bei BCA meist 2,5 Millionen Rupiah.
- „Rp 50.000″: Das Gerät gibt 50.000er-Scheine aus, das Limit ist niedriger, bei Mandiri etwa 1,25 Millionen.
Weil die Gebühr in Indonesien pauschal ist, lohnt sich der Blick auf den Aufkleber: Am Automaten mit dem höheren Limit brauchst du halb so viele Abhebungen.
Die Limits sind niedrig — das ist die eigentliche Hürde
Zwischen einer und drei Millionen Rupiah pro Abhebung, umgerechnet rund 55 bis 170 Euro. Das ist deutlich weniger als in den meisten Reiseländern und der Grund, warum die Gebührenfrage auf Bali so wichtig ist.
Rechenbeispiel: Wer in drei Wochen 1.500 Euro in bar braucht, kommt bei einem Limit von zwei Millionen Rupiah auf rund vierzehn Abhebungen. Bei BRI mit 30.000 Rupiah wären das gut 420.000 Rupiah Gebühr, etwa 24 Euro. Bei BCA null.
Such dir deshalb früh einen BCA- oder Danamon-Automaten in der Nähe deiner Unterkunft und hebe dort regelmäßig ab, statt unterwegs den nächstbesten zu nehmen.
Wo du auf Bali nicht abheben solltest
Freistehende Automaten ohne Banklogo gibt es auch auf Bali, vor allem in Kuta, Seminyak, Canggu und rund um die Strandpromenaden. Sie stehen nicht an einer Filiale und gehören unabhängigen Betreibern.
Nutze stattdessen Automaten, die erkennbar zu einer Bank gehören und idealerweise in einer Filiale, einem Supermarkt oder einem bewachten Einkaufszentrum stehen. Das ist zugleich der Rat, den auch deutsche Bali-Ratgeber übereinstimmend geben, und er hat neben dem Preis einen zweiten Grund: Kartenmanipulation ist auf Bali ein bekanntes Thema, und Automaten in Filialen sind kameraüberwacht.
Mit Sparkasse, DKB oder ING
Die Rupiah-Beträge aus den Tabellen zahlst du unabhängig von deiner Hausbank; es ist die Gebühr des indonesischen Betreibers. Was deine eigene Bank zusätzlich berechnet — meist ein Fremdwährungsentgelt von rund 1,75 bis 2,2 Prozent, teils eine Pauschale pro Abhebung —, steht in ihrem Preis- und Leistungsverzeichnis.
Gerade auf Bali ist die zweite Zahl entscheidend: Berechnet deine Bank eine Pauschale pro Abhebung, summiert sich das bei vierzehn Abhebungen erheblich, auch wenn der indonesische Automat nichts nimmt. Wir nennen hier bewusst keine Konditionen einzelner deutscher Institute — sie ändern sich häufig, und verbindlich Auskunft gibt nur deine Bank.
Warum du am Automaten online sein solltest
Viele deutsche Banken verlangen für Abhebungen im Ausland eine Freigabe per Push-Nachricht in der Banking-App — ohne Datenverbindung bleibt die Karte abgelehnt. Dazu kommt auf Bali der praktische Nutzen: Den nächsten BCA- oder Danamon-Automaten findest du per Karte, statt am nächstbesten Gerät zu landen.
Eine Indonesien-eSIM von POVNOMAD gibt es ab 1,00 € und gilt auf ganz Bali. Du installierst sie zu Hause per QR-Code, die Laufzeit startet beim ersten Einbuchen vor Ort. Bei den Unlimited-Tarifen ist der Hotspot ohne Aufpreis dabei, bis zur Tagesgrenze; danach läuft die Verbindung mit 1 Mbit/s weiter.
Häufige Fragen
Wo kann ich auf Bali ohne Gebühren Geld abheben?
Bei BCA und Danamon. Beide verlangen laut unseren Daten für ausländische Karten keine eigene Gebühr, unabhängig vom Kartentyp. Ebenfalls ohne Gebühr sind UOB und, je nach Karte, Maybank, BNI, BTN, HSBC und Common Wealth. Voraussetzung ist in jedem Fall, dass du die angebotene Währungsumrechnung ablehnst — sonst kostet die Abhebung trotzdem 5 bis 10 Prozent. Stand 12.09.2026.
Nimmt BCA auf Bali 5 Prozent Gebühr?
Nein, das ist ein verbreitetes Missverständnis. BCA verlangt keine eigene Automatengebühr. Die 5 bis 10 Prozent entstehen durch die Währungsumrechnung am Automaten, wenn du dem Angebot zustimmst, gleich in Euro abzurechnen. Lehne das ab („Without conversion“ oder „Decline conversion“), dann rechnet deine eigene Bank zum besseren Kartenkurs um und die Abhebung ist tatsächlich gebührenfrei.
Was kostet Geld abheben auf Bali?
Bei BCA, Danamon und UOB nichts. Die kostenpflichtigen Automaten verlangen 30.000 Rupiah (BRI), 50.000 (Mandiri, BTPN) oder 65.000 Rupiah (Permata), umgerechnet rund 1,70 bis 3,70 Euro. CIMB rechnet als einzige Bank prozentual mit 6,5 Prozent und mindestens 75.000 Rupiah. Dazu kommt das, was deine eigene Bank berechnet.
Wie viel kann ich auf Bali pro Abhebung abheben?
Meist zwischen einer und drei Millionen Rupiah, also rund 55 bis 170 Euro. BCA und Mandiri liegen bei 1,25 bis 2,5 Millionen, Permata und CIMB bei drei Millionen, BRI bei einer Million. Ein Aufkleber am Automaten verrät die Scheingröße: „Rp 100.000″ bedeutet ein höheres Limit, „Rp 50.000″ ein niedrigeres.
Was bedeutet der Aufkleber am indonesischen Geldautomaten?
Er nennt die größte Scheingröße, die das Gerät ausgibt, und damit indirekt das Abhebe-Limit. Automaten mit „Rp 100.000″ geben 100.000er-Scheine aus und erlauben höhere Beträge, bei BCA meist 2,5 Millionen Rupiah. Geräte mit „Rp 50.000″ sind auf niedrigere Summen begrenzt. Weil die Gebühr pauschal ist, lohnt sich der Automat mit dem höheren Limit.
Welchen Geldautomaten soll ich auf Bali nehmen?
Einen, der erkennbar zu einer Bank gehört und in einer Filiale, einem Supermarkt oder einem bewachten Einkaufszentrum steht — am besten BCA oder Danamon. Meide freistehende Geräte ohne Banklogo an Strandpromenaden in Kuta, Seminyak oder Canggu. Das hat neben dem Preis einen Sicherheitsgrund: Kartenmanipulation ist auf Bali ein bekanntes Thema, Automaten in Filialen sind kameraüberwacht.
Brauche ich auf Bali Bargeld?
Ja. In Hotels, größeren Restaurants und Beachclubs kannst du mit Karte zahlen, aber Warungs, Märkte, Roller-Miete, Tempel-Eintritte, Massagen und Taxis laufen überwiegend bar. Weil die Abhebe-Limits niedrig sind, plane mehrere Abhebungen ein und wähle dafür einen gebührenfreien Automaten in der Nähe deiner Unterkunft.
Funktioniert meine Girocard auf Bali?
Nur wenn sie ein internationales Zahlungssystem trägt und deine Bank Abhebungen außerhalb Europas freigeschaltet hat. Verlässlicher ist eine Kreditkarte. Nimm die Girocard höchstens als Reserve mit und prüfe vor der Reise im Online-Banking, ob der Auslandseinsatz aktiviert ist.
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